Interner Bereich
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Willkommen bei DokuCIRS

Was ist DokuCIRS?

DokuCIRS ist die Weiterentwicklung der Online-Datenbank DokuPIK des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker e.V.. Dieses System ist seit Ende 2008 mit über 350 Nutzern und weit über 8000 Datensätzen mit Erfolg in Deutschland, Österreich und der Schweiz implementiert.

DokuCIRS dient zum einen als Berichtssystem für Fehler und Beinahe-Ereignisse (CIRS = Critical incident Reporting System), zum anderen dient es der Dokumentation von Interventionen und damit der Leistungsdokumentation.

Was ist Ziel von DokuCIRS?

Ziel ist die Verbesserung der Patientensicherheit.

Das Dokumentationssystem ermöglicht eine Übersicht über bedeutene und häufig auftretende Fehler bzw. Risiken in der Therapie. Daraus können Erkenntnisse gewonnen werden für die Vermeidung von Risiken und Fehlern, z.B. durch die Erarbeitung und Implementierung von Vermeidungsstrategien.

Ziel ist die Dokumentation und Darstellung erbrachter Leistungen im Rahmen der Fehlervermeidung. Die Dokumentation von Interventionen kann Basis für die Beurteilung des Mehrwertes z.B. einer qualifizierten Beratung, bezüglich deren Qualität und ökonomischem Nutzen, sein.

Was soll berichtet werden?

Sämtliche Risiken und fehlerhafte klinisch relevante Ereignisse sollten berichtet werden. Hierzu zählen auch Beinahe-Fehler. Diese können auf jeder Stufe im Prozess der Patientenversorgung auftreten.

Wo wird DokuCIRS verwendet?

Die Datenbank kann und soll sowohl im Krankenhaus als auch im ambulanten Bereich genutzt werden. Alle an der Patientenbehandlung Beteiligten können und sollen das System nutzen - Ärzte, Apotheker, Pflegekräfte u.s.w..

Wie wird DokuCIRS verwendet?

DokuCIRS wird über ein Online-Portal zur Verfügung gestellt. Dies ermöglicht eine individuelle Dokumentation von Beinahe-Ereignissen und Fehlern bzw. Interventionen. Die individuelle Eingabe ermöglicht eine individuelle Auswertung der Daten - für eine Apotheke, eine Klinik, eine Praxis aber auch für einzelne Arbeitsbereiche (Rezeptur/Defektur, Beratung, ...) bzw. für einzelne Stationen oder Abteilungen einer Klinik.

Was passiert mit den eingegebenen Daten?

Für alle Daten ist die Anonymität gewährleistet!

Die eigenen eingegebenen Daten können eingesehen und ausgewertet werden. Patienten- bzw. Abteilungs-/Bereichsdaten werden jedoch der Auswertung nicht zugänglich gemacht.

Bundesweit können ausschließlich anonymisierte und gepoolte Daten ausgewertet werden. Es können weder Daten der Meldenden, noch Patienten-/Apotheken- oder Klinikumsdaten eingesehen werden.

Wie können Sie DokuCIRS nutzen?

Sie können sich über das Kontaktformular auf der Seite
www.adka-dokucirs.de als Benutzer registrieren lassen und Ihre
persönlichen Zugangsdaten anfordern.

Die Registrierung als DokuCIRS-Nutzer kostet einmalig 250 Euro. Danach kann die Datenbank für 15 Euro Schutzgebühr im Monat genutzt werden. In diesem Betrag sind ein Haupt-User sowie eine unbegrenzte Zahl an Unter-Usern inbegriffen. Die Kündigung des Datenbankzugangs ist halbjährlich möglich.


Wer steht dahinter?

Verantwortlich für DokuCIRS ist der Ausschuss Arzneimitteltherapiesicherheit des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker ADKA e.V.. 
Ansprechpartnerinnen sind hier Pamela Kantelhardt, Frankfurt und Dr. Gesine Picksak, Hannover.

DokuCIRS - Nutzerstruktur

In der Schutzgebühr sind ein Haupt-User sowie unbegrenzte Unter-User inbegriffen.

Sie können sich über das Kontaktformular als Benutzer registrieren lassen und Ihre persönlichen Zugangsdaten anfordern. Dabei besteht die Möglichkeit, DokuCIRS als Haupt-User oder Unter-User zu nutzen. Als Haupt-User haben Sie die Berechtigung eigene Daten einzugeben sowie Ihre eigenen und die Daten Ihrer Unter-User auszuwerten. Als Unter-User können Sie Daten eingeben und (auf Wunsch) Ihre eigenen Daten auswerten.
So können Sie beispielsweise eine Abteilung als Haupt-User definieren und alle Mitarbeiter dieser Abteilung als Unter-User. Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit, abteilungsweise Daten auszuwerten, die von verschiedenen Personen eingegeben worden sind.

Wer ist Ansprechpartner für ein neues Benutzerkonto?

Für den Ausschuss Arzneimitteltherapiesicherheit:
Pamela Kantelhardt, amts@adka.de.
Sie können gerne auch unser Kontaktformular verwenden.

Wer ist Ansprechpartner für allgemeine Fragen zu DokuPIK?

Für den Ausschuss Arzneimitteltherapiesicherheit:
Pamela Kantelhardt, amts@adka.de.
Sie können gerne auch unser Kontaktformular verwenden.

Gibt es eine FAQ-Seite?

Nach dem Einloggen mit Ihrer persönlichen Kennung finden Sie im Bereich "Interne Meldungen" einen Link auf eine FAQ-Seite mit Antworten auf häufig gestellte Fragen.



BEINAHE-EREIGNIS bzw. (MEDIKATIONS-)FEHLER
Was ist ein Beinahe-Ereignis bzw. ein (Medikations-)Fehler?

Wichtig sind auch die sogenannten Beinahe-Fehler. Diese sind fehlerhafte Vorgänge bzw. aufgetretene Fehler die jedoch rechtzeitig entdeckt wurden. Somit konnte das Durchschlagen des Fehlers und ein Schaden für den Patienten verhindert werden. Hierzu zählen auch Strukturen, die Fehler begünstigen. Beinahe-Fehler treten sehr viel zahlreicher auf als Fehler und sind somit für eine Auswertung mit dem Ziel der Erarbeitung von Fehlervermeidngsstrategien sehr wertvoll.

Das Verordnen einer Arzneimitteltherapie ist die häufigste medizinische Intervention und trägt erfolgreich zur Behandlung und Prävention von Erkrankungen bei. Die unerwünschten Arzneimittelwirkungen gehören zu den häufig nicht vermeidbaren Ereignissen, die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch auftreten. Ein vermeidbares Risiko ist der fehlerhafte Gebrauch von Arzneimitteln beispielsweise bei der Verordnung, Abgabe oder Verabreichung von Medikamenten.

Warum ein Berichtssystem?

Irren ist menschlich und Fehler treten auf. Um zukünftig Fehler zu vermeiden, muss aus gemachten Fehlern bzw. Beinahe-Ereignissen gelernt werden. Hierzu dürfen diese nicht verschwiegen und deren Ursachen müssen analysiert werden.

Die Vermeidung von (Medikations-)Fehlern ist eine wichtige Aufgabe. Im ersten Schritt müssen relevante Fehler identifiziert werden, um einen Überblick über häufige bzw. bedeutende Risiken zu bekommen. Ein Fehlerberichtssystem ermöglicht diese zentrale Sammlung und Auswertung.

Was soll berichtet werden?

Sämtliche Risiken und fehlerhafte (auch potenzielle) klinisch relevante Ereignisse sollten berichtet werden. Hierzu zählen auch Beinahe-Fehler. Diese können auf jeder Stufe im Prozess der Patientenversorgung auftreten.
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